f
  • Registrieren
    *
    *
    *
    *
    *
    Felder mit einem Sternchen (*) sind erforderlich.
Du bist hier in: Startseite Fußball Spielvereinigung Amöneburg: Heimerfolg über die SG Germania Wiesbaden

Spielvereinigung Amöneburg: Heimerfolg über die SG Germania Wiesbaden

E-Mail Drucken PDF

Die zwei Gesichter der Spielvereinigung Amöneburg. Gestern in Perfektion zu betrachten beim 3:2 (0:1)-Heimerfolg über die SG Germania Wiesbaden im Kellerduell der Kreisoberliga Wiesbaden.

Die ersten 45 Minuten ein Spiegelbild der verkorksten Hinrunde. Keine Zweikampfführung, keine Torgefahr, um es auf den Punkt zu bringen: Angsthasenfußball an der Kaiserbrücke – und das trotz der Vielzahl an Neuzugängen: „Der Druck vorm Spiel war schon zu spüren. Wir wissen ja jetzt wieder, was möglich ist.“ Was Kapitän Dimitrios Tsakas damit meinte, erklärte Doppeltorschütze Edip Bata: „Wir Neuzugänge sind ja fast alles Rückkehrer. Quasi mit derselben Truppe sind wir in die Gruppenliga aufgestiegen.“

Yolver trifft zur Gästeführung

Umso erstaunlicher, dass im ersten Spielabschnitt gar nichts zusammenlief. Die Germania bedankte sich artig und nutzte die Verunsicherung zur 1:0-Pausenführung. Kapitän Polat Yolver schloss einen schönen Spielzug über links nach knapp einer halben Stunde gekonnt ab: „Wir müssen zur Pause schon mit zwei, drei Toren führen“, befand Gäste-Spielertrainer Michael Klinkhammer. Das dem nicht so war, lag auch an Stürmer Alex Ginter, der zweimal aus aussichtsreicher Position an Keeper Patrizio Criscione – in Halbzeit eins Amöneburgs Bester – scheiterte.

Nach Wiederbeginn erinnerten nur noch die bereits getragenen Trikots an die Spielvereinigung vor der Pause. Der Rest war wie ausgewechselt: Spielkultur, Körpersprache und Torgefahr. Ein Gesicht, das die Amöneburger ihren Zuschauern diese Saison bisher noch nicht gezeigt haben. „Daran haben aber sicherlich auch wir einen Anteil. Wir hatten keine gute Vorbereitung, viele Ausfällen. Dann lässt einfach automatisch Kondition und damit auch die Konzentration nach“, erklärte Klinkhammer den Anteil seiner Elf am Aufschwung der Amöneburger. Dennoch dauerte es nach zwei vergebenen Möglichkeiten bis zur 60. Minute, als Tsakas im Strafraum gefoult wurde. „Klarer Elfer“, urteilte der Gefoulte. Germanias Akteure sahen das anders: „Meiner Meinung nach war das klar Ball gespielt“, meinte Klinkhammer. Tatsächlich spielte Benedikt Kiebling klar den Ball, im Anschluss raste er aber in Tsakas hinein. Eine knifflige Entscheidung, die aber die Amöneburger von einer großen Last befreite. Denn Bata übernahm Verantwortung und traf zum Ausgleich.

Kramp: Noch 13 Endspiele

Nach der Schlüsselszene folgte ein Anrennen auf das Gehäuse von Germania-Keeper Dominik Reuter. Allein der eingewechselte Ramazan Dagdas hatte Chancen in Hülle und Fülle. Doch die neue Spielweise der Amöneburger zeichnet sich auch durch Nachsetzen aus. Das taten die Spieler von Gert Kramp und wurden belohnt. Erst nutzte Rachid El Mahaoui eine Ecke zur Führung, drei Minuten später machte Bata den Deckel drauf: „Die letzten 20 Minuten waren schon immer unsere Stärke“ erinnerte Bata nochmal an erfolgreichere Zeiten. „So abgezockt müssen wir wieder werden, dann können wir die Klasse noch halten.“ Gert Kramp sprach von „einem Tanz auf der Rasierklinge. Wir haben jetzt noch 13 Endspiele“.

Spvgg Amöneburg: Criscione; Crnovrsanin, Petry, Sklenar, Bata, Sabanovic, Karadag, Schmitt, Georgiadis, Tsakas, El Quariachi, (El Mahaoui, Dagdas, Bouhezzo).

SG Germania Wiesbaden: Reuter; Offenberg, Klein, Klebing, Klinkhammer, S. Yolver, Ginter, P. Yolver, Mordvincev, Kling, Janke (Stenger, Adu-Young, Kolak).

Tore: 0:1 P. Yolver (27.), 1:1 Bata (61.) 2:1 El Mahaoui (71.), 3:1 Bata (78.) 3:2 Kling (90+2).–

SR: Nemethy(Frankfurt).– Zuschauer: 90.

 

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/sport/lokalsport/fussball/12844709.htm